Rund 30 Prozent der Frühgeborenen leiden unter BPD. Bei der Entwicklung des Babys im Mutterleib ist die Reifung der Lunge erst ab der 34. Schwangerschaftswoche abgeschlossen. Wird ein Baby vor diesem Zeitpunkt geboren, kann dies zu gravierenden Problemen beim Kind führen. Die verbreitetste Komplikation ist das so genannte Atemnotsyndrom. Diese Babys müssen künstlich beatmet werden. Die künstliche Sauerstoffzufuhr aber begünstigt die Entstehung der broncho-pulmonalen Dysplasie, eine chronische Lungenerkrkankung, die die Lunge dauerhaft schädigt und im schlimmsten Fall zerstört. 

Bisher können Ärzte die BPD nicht sicher und nicht rechtzeitig genug erkennen, um bereits nach der Geburt wichtige Therapien einzuleiten und so eine dauerhafte Schädigung der Lunge vermeiden. 

Um der Entstehung von BPD auf den Grund zu gehen, hat das Team um PD Dr. Anne Hilgendorff in der ersten Lebenswoche entnommene Blutplasmaproben von 35 Frühegborenen analysiert. In den Proben fahndeten sie nach Veränderungen aller erkennbaren Proteine und wiederholten die Untersuchung am 28. Lebenstag. Zur Analyse der Daten entwickelten die Wissenschaftler ein statistisches Modell, mit dem sich bestimmen lässt, ob und welche Proteine bereits direkt nach der Geburt eine drohende BPD verraten. 

Das Resultat: "In der Analyse waren drei Eiweiße auffällig: Und zwar tatsächlich Proteine, die im Verdacht stehen, zur Krankheitsentstehung beizutragen. Sie gehören zu den Systemen, die de nUmbau der Lungenbläschen, den Stand der Gefäßentwicklung und eine Entzündungsreaktion anzeigen" erklärt Hilgendorff.

In weiteren Studien sollen diese Ergebnisse bestätigt werden. ist dies der Fall, soll könnte ein simpler Test entwickelt werden, der ausschließlich die drei "Marker-Proteine" analysiert, was eine schnellere und sichere Diagnose von BPD erlauben würde. 

Dr. Kai Förster vom Perinatalzentrum erläutert: " Wenn dieses Verfahren alle Hürden nähme, würde die Frühdiagnose die Therapie der kleinen Patienten erheblich erleichtern und den Erfolg der Behandlung begünstigen."

Als Therapieoptionen stehen Kortison, das dann womoglich effektiver eingesetzt werden kann und  Vitamin A. Weitere Maßnahmen, wie die Optimierung der Flüssigkeitszufuhr und der Beatmungssituation unterstützen die Behandlung. Falls die Proteine tatsächlich eine Risikozuordnung direkt nach der Geburt ermöglichen, wird erst der Weg zu neuen Behandlungsoptionen geebnet. 

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